Inhalt

Heynen, Johannes Wilhelm Hubert

Verdienst: Wohltäter

Bild des Ehrengrabmals von Johannes Wilhelm Hubert Heynen

* 12.01.1832
15.11.1915

Johannes Heynen wurde am 12.01.1832 in Krefeld geboren. Er entstammte väterlicherseits einer seit Jahrhunderten in Osterath auf den „Heinenhöfen" ansässigen Bauernfamilie. Aus urkundlich nicht belegten Aufzeichnungen geht hervor, dass bereits im 16. Jahrhundert eine Familie Heynen aus Sachsen ins damalige Kurköln flüchten musste und dafür mit zwei Lehensgütern, die sie Groß-Heynen und Klein-Heynen nannten, bei Osterath entschädigt wurde. Mütterlicherseits entstammte er der bekannten Bockumer Bauernfamilie Grotenburg.
Johannes Heynen wohnte bereits 1884 als Privatier, der vom Erlös seines Vermögens lebte, auf dem Ostwall Nr. 272. Heute gehört das Grundstück zum Gelände des Polizeipräsidiums; das Haus wurde jedoch im Krieg zerstört.
In seinem bereits 1894 errichteten Testament setzte Johannes Heynen die Stadt Krefeld als Alleinerbin über sein gesamtes Vermögen in Höhe von 1.270.000 Mark ein. Das Testament enthielt die Auflage, dass die Rendite des Nachlasses für wohltätige Zwecke eingesetzt werden musste. So sollte in Not geratenen Krefelder Bürgern auch über die gesetzlichen Fürsorgepflichten der Stadt hinaus geholfen werden. Hierzu wurde die „Johannes-Heynen-Grotenburg-Stiftung" ins Leben gerufen. Leider wurde das gesamte Vermögen durch zwei Geldentwertungen fast komplett vernichtet. Es verblieben letztlich nur 15.000 DM, die in die 1962 gegründete „Krefelder Bürger-Stiftung" flossen.
Johannes Heynen verstarb am 15.11.1915 in Krefeld.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (alter Teil) , Feld G, Nr. 311-317
  • Straßenbenennung: Johannes-Heynen-Straße