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Hellenbrock, Josef

Oberbürgermeister
Verdienst: Politisches Engagement

Bild des Ehrengrabmals von Josef Hellenbrock

* 26.01.1900
07.04.1977

Josef Hellenbrock wurde am 26.01.1900 in Bad Reichenhall geboren und kam mit seinen Eltern 1911 nach Krefeld. Nach dem Besuch der Volksschule musste er schon mit 15 Jahren zum Unterhalt seiner Familie beitragen. Nach einer Dreherlehre und der anschließenden Tätigkeit in einer Maschinenfabrik begann er 1918 mit der Gewerkschaftsarbeit, wurde Mitglied in der sozialistischen Arbeiterjugend und im Jahre 1921 Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei. Von 1927-1933 war er Parteisekretär des SPD-Ortsverbandes Krefeld und von 1932 bis 1933 auch Mitglied des Krefelder Stadtrates.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 betätigte sich Josef Hellenbrock (teilweise aus den Niederlanden) illegal für die verbotene SPD, indem er u.a. Flüchtlingshilfe organisierte und Flugblätter mit anti-nationalsozialistischem Inhalt druckte und für deren Verbreitung sorgte. Nach der Festnahme durch die Geheime Staatspolizei im Jahre 1935 wurde er ein Jahr später vom Oberlandesgericht Hamm zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt; die Strafe verbüßte er im Zuchthaus in Vechta. In den Jahren 1938 bis 1945 arbeitete er wieder als Dreher in einer Krefelder Maschinenfabrik.
Nach dem Ende des Krieges war er 1945 zunächst Arbeitsvermittler beim Arbeitsamt und später Parteisekretär der Krefelder SPD. Von 1945 bis 1970 gehörte Josef Hellenbrock dem Rat der Stadt Krefeld an. Für eine kurze Zeit (1946/1947 bzw. 1949/1950) war er auch Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen. Von 1953 bis 1969 vertrat er die SPD im Bundestag, wobei er sich vorrangig mit sozialpolitischen Fragen befaßte. Von 1956 bis 1961 war er Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, von 1961 bis 1970 Erster Bürgermeister.
Zu den ihm zuteil gewordenen Ehrungen gehören u. a. die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes durch den Bundespräsidenten (1965), des Ehrenringes der Stadt Krefeld (1966) sowie der Krefelder Ehrenbürgerschaft (1970). Josef Hellenbrock verstarb am 07.04.1977.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (neuer Teil), Feld 68, Nr. 191
  • Sonstiges: Josef-Hellenbrock-Haus der SPD in Krefeld
  • Quellen: „die Heimat" Band 61, S. 89; „die Heimat" Band 41, S. 91; www.landtag.nrw.de