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Floh, Gottschalk

Seidenfabrikant, Bürgermeister
Verdienst: Politisches Engagement

Bild des Ehrengrabmals von Gottschalk Floh

* 05.04.1752
19.11.1835

Gottschalk Floh wurde am 05.04.1752 geboren. Er war ein Sohn von Cornelius Floh, der 1765 die Krefelder Seiden- und Samtfirma Cornelius und Johannes Floh gründete. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1800 führte Gottschalk Floh die Firma mit seinem Schwager Isaac de Greiff erfolgreich weiter. Gottschalk Floh gehörte zur Zeit der französischen Herrschaft in Krefeld - nach der Familie von der Leyen - zu den reichsten Männern im Ruhrdepartement. Zu seinen Besitztümern gehörten u.a. das Lehnsgut Neuenhofen, Ackerland vor dem Uerdinger Tor und ein Wohnhaus (das sogenannte Floh'sche Haus) an der Friedrichstraße 27, das heute unter Denkmalschutz steht.
1806 kaufte Floh 170 Morgen des Bockumer Waldes (im heutigen Stadtteil Verberg gelegen). Noch heute trägt der Buchenwald den Namen „Flohbusch".
Gottschalk Floh war in der Zeit von 1800 bis 1814 ehrenamtlicher Bürgermeister (Maire) der Stadt Krefeld, wobei allerdings das französische „Präfektursystem" dem Bürgermeister kaum selbstständige Befugnisse verlieh. Floh mühte sich während dieser Zeit um Ordnung in der Stadt, förderte das Postwesen und führte den Vorsitz in der Gewerbekammer. Nach Ende der französischen Herrschaft machte er seinem Nachfolger Gerhard Hunzinger Platz.
Gottschalk Floh verstarb am 19.11.1835 in Krefeld. Clara Floh ist seine Enkelin und wurde in demselben Grab beigesetzt.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (alter Teil), Feld B, Nr. 287-300
  • Straßenbenennung: Am Flohbusch
  • Denkmal: Der Grabstein ist in die Denkmalliste der Stadt Krefeld eingetragen.
  • Quellen: „die Heimat" Band 18, S. 280 ff.; „die Heimat" Band 19, S. 11 ff.