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Deuß, Wilhelm

Seidenfabrikant
Verdienst: Stifter des Krefelder Stadtwaldes

Bild des Ehrengrabmals von Wilhelm Deuss

* 03.07.1827
22.12.1911

Wilhelm Deuß wurde am 03.07.1827 in Krefeld als Sohn eines Bäckers und Schankwirts am Schwanenmarkt geboren. Er war ein vorzüglicher Seidenfachmann. Zusammen mit Albert Oetker gründete er Mitte der 1880er Jahre die Mechanische Seidenweberei und Tuchfabrik Deuß & Oetker (später Verseidag AG) in Schiefbahn. Mehrfach hat diese Firma ihren Betrieb, deren Websaal damals der größte in Deutschland war, erweitert.
Wilhelm Deuß schenkte der Stadt anlässlich seines 70. Geburtstages im Jahre 1897 ein Waldstück von 35 ha aus dem Bockumer Busch, das mit Wegen, Plätzen, Wiesenflächen, Weihern und Neuanpflanzungen zu einem zentral gelegenen Erholungsgebiet umgestaltet wurde. Vier Jahre später wurde der Park, der im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt worden war, der öffentlichen Nutzung übergeben. Deuß war von dem entstandenen Park so begeistert, dass er in den folgenden Jahren durch weitere Schenkungen den Ankauf einer Anschlussfläche aus dem Jentgesschen Grundbesitz ermöglichte.
Zur Erinnerung an den Stifter wurde 1913 ein kleiner Rundtempel errichtet. In demselben Jahr wurde die Gestaltung des Stadtwaldes mit dem Bau der Galopprennbahn nach Plänen des Architekten August Biebricher weitgehend abgeschlossen.
Wilhelm Deuß gehört somit zu den großen Wohltätern Krefelds.
Er verstarb am 22.12.1911 in Krefeld.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (alter Teil), Feld A, Nr. 137-140
  • Straßenbenennung: Deußstraße
  • Denkmal: Deußtempel am Stadtwaldweiher (erbaut durch Anton Rumpen, 1913), der Grabstein ist in die Denkmalliste der Stadt Krefeld eingetragen
  • Quellen: „die Heimat" Band 6, S. 149 ff.; „die Heimat" Band 21, S. 182; „die Heimat" Band 24, S. 134