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Dembach, Adolf

Gewerkschafter, Abgeordneter im Landtag
Verdienst: Politisches und bürgerschaftliches Engagement

Bild des Ehrengrabmals von Adolf Dembach

* 03.09.1894
14.10.1982

Adolf Dembach wurde am 03.09.1894 in Krefeld geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er zunächst eine Schlosserlehre bei den Büttner-Werken. Schon im Alter von 17 Jahren trat er in die christliche Gewerkschaftsbewegung ein und war im katholischen Arbeiterverein aktiv. 1921 begann er seinen Dienst bei den Farbenfabriken Bayer. Aufgrund des großen Vertrauens der Belegschaft wurde er Betriebsratsvorsitzender und schließlich Mitglied des Aufsichtsrates.
Seine kommunalpolitische Tätigkeit begann Adolf Dembach, der 1918 Mitglied der Zentrumspartei geworden war, 1924 im Gemeinderat von Hohenbudberg-Kaldenhausen. Nach der Eingemeindung von Hohenbudberg-Kaldenhausen zu Uerdingen im Jahr 1927 wurde Adolf Dembach Stadtverordneter der Zentrumspartei in Uerdingen. Nach der Zusammenlegung von Uerdingen und Krefeld zwei Jahre später war er bis 1933 Ratsherr der (Gesamt-) Stadt Krefeld.
Während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft wurde Adolf Dembach aufgrund seiner aufrechten und demokratischen Überzeugung vielfach gemaßregelt; politisch konnte er sich daher nicht mehr betätigen.
Von 1945 bis 1964 gehörte er dem Krefelder Stadtrat an und war Mitbegründer der Krefelder CDU Ratsfraktion. In der Zeit von 1947 bis 1954 war Adolf Dembach Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen, wobei er sich u.a. für die Einrichtung der Bezirksvertretungen einsetzte. Daher war es nur folgerichtig, dass er 1949 von der Bezirksvertretung Uerdingen zum Bezirksbürgermeister gewählt wurde, der er bis 1956 blieb.
Neben seinem politischen, gewerkschaftlichen und sozialen Engagement war Adolf Dembach dem Vereinsleben seiner Vaterstadt Uerdingen auf das Engste verbunden, wobei insbesondere seine Tätigkeit als Vorsitzender des Uerdinger Heimatbundes zu nennen ist.
Im Jahre 1964 wurde er für seine politischen und bürgerschaftlichen Verdienste mit der Stadtältestenwürde und dem Ehrenring der Stadt Krefeld sowie dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.
Adolf Dembach verstarb am 14.10.1982 in Krefeld.


  • Ehrengrab: Friedhof Uerdingen, Feld 1a, Nr. 3/4
  • Straßenbenennung: Adolf-Dembach-Straße
  • Quellen: „die Heimat" Band 53, S. 203