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Buschbell, Gottfried. Professor Doktor

Bibliotheksdirektor, Autor, Studienrat
Verdienst: Stadtgeschichte

Bild des Ehrengrabmals von Professor Doktor Gottfried Bischbell

* 13.07.1872
10.11.1946

Gottfried Buschbell wurde am 13.07.1872 in Giesenkirchen bei Rheydt geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er u.a. in Münster Philosophie, Geschichte und Deutsch. Promotion und Habilitation erfolgten in den Jahren 1895 bis 1897. Von 1898 bis 1900 arbeitete er im Auftrag der Goerres-Gesellschaft in Rom. Als Frucht dieser Forschungstätigkeit in Verbindung mit späteren Untersuchungen in den Bibliotheken von Trient und Valladolid veröffentlichte er im Jahre 1910 das Werk „Reformation und Inquisition in Italien um die Mitte des 16. Jahrhunderts" und gab die „Korrespondenz des Tridentiner Konzils" heraus, die etwa 1936 abgeschlossen war.
Von 1900 bis 1921 unterrichtete Prof. Dr. Buschbell als Studienrat am Städtischen Gymnasium in Krefeld (jetziges Arndt Gymnasium).
Von 1921 bis 1938 war er Direktor der Stadtbibliothek. In dieser Zeit baute er vor allem die wissenschaftlichen Abteilungen der Bibliothek aus und legte durch Ankauf zahlreicher heimatkundlicher Büchereien den Grundstein für eine am Niederrhein einmalige Heimatbücherei.
Im Jahr 1938 wurde Prof. Dr. Buschbell von der Stadt Krefeld beauftragt, eine Neubearbeitung der Geschichte der Stadt zu erstellen. Während des folgenden Jahrzehnts widmete er seine ganze Arbeitskraft und seine reiche Erfahrung als Geschichtsforscher dieser Aufgabe. Das Erscheinen des Werkes hat er allerdings nicht mehr erlebt, da er am 10.11.1946 in Krefeld verstarb.
Zu Anfang des Jahres 1948 übernahm Dr. Karl Heinzelmann den Auftrag, die „Geschichte der Stadt Krefeld" zu Ende zu führen und herauszugeben. In den Jahren 1953/1954 sind beide Bände im Staufen-Verlag Krefeld erschienen und heute nur noch als bibliophile Kostbarkeiten zu erhalten. Band I befasst sich mit der Geschichte der Stadt Krefeld von den Anfängen bis zur Franzosenzeit (1794), während Band II die Jahre von 1794 bis 1880 zum Gegenstand hat.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (neuer Teil), Feld 56, Nr. 25/26
  • Quellen: „die Heimat" Band 52, S. 47-53; „die Heimat" Band 53, S. 56-64