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Billstein, Aurel

Verdienst: Dokumentation der Stadtgeschichte

Bild des Ehrengrabmals von Aurel Billstein

* 29.09.1901
12.02.1996

Aurel Billstein wurde am 29.09.1901 geboren. Er stammte aus der kommunistischen Tradition der 20er und 30er Jahre; seine Mutter war KPD-Stadtverordnete und wurde ins KZ verschleppt. Aurel Billstein war selbst Insasse eines Konzentrationslagers. Nach Kriegsende war er in der Zeit von 1948 bis 1952 Mitglied des Krefelder Stadtrates.
Als Autodidakt auf dem Gebiet der Geschichtsforschung leistete Aurel Billstein in jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit bedeutende Beiträge zur Erforschung und Darstellung der Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945, indem er nach Kriegsende Material über die Verfolgung (insbesondere die Tätigkeit der Gestapo in Krefeld), die Deportationen sowie das Schicksal der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, aber auch über den Widerstand, sammelte und aufarbeitete.
Am gesamten Niederrhein war er einer der Ersten, der sich der Erforschung und Dokumentation der lokalen und regionalen Geschichte des Nationalsozialismus widmete und die Forschungsergebnisse durch seine Bücher, Schriften und die von ihm zusammengestellten Urkunden veröffentlichte.
Auf seine Veranlassung wurde im Jahre 1987 auf dem Krefelder Hauptfriedhof das Mahnmal für die KZ-Opfer errichtet.
Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet und erhielt im Jahre 1990 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Krefeld.
Aurel Billstein verstarb am 12.02.1996.


  • Ehrengrab: Hauptfriedhof (neuer Teil), Feld 52, Nr. 79
  • Quelle: „die Heimat", Band 61, S. 191; „die Heimat", Band 57, S. 208; „die Heimat", Band 50, S. 179; „die Heimat", Band 59, S. 13