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Finanzielle Hilfen für Geflüchtete

Zuletzt geändert: 15.01.2019 14:20:20 CET

Menschen mit Fluchtgeschichte können Hilfen zur Sicherstellung ihres Lebensunterhaltes nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) gewährt werden.
Leistungsberechtigt sind Sie, wenn Sie sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und / oder

  • eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylverfahrensgesetz besitzen,
  • über einen Flughafen einreisen wollen und Ihnen die Einreise nicht oder noch nicht gestattet ist,
  • wegen des Krieges in Ihrem Heimatland eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 1 oder § 24 des Aufenthaltsgesetzes oder Sie eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 4 Satz 1, Absatz 4 a oder Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes besitzen, sofern die Aussetzung Ihrer Abschiebung noch nicht 18 Monate zurückliegt,
  • eine Duldung nach § 60 a des Aufenthaltsgesetzes besitzen,
  • vollziehbar ausreisepflichtig sind, auch wenn eine Abschiebungsandrohung noch nicht oder nicht mehr vollziehbar ist,
  • Ehegatte, Lebenspartner oder minderjährige Kinder der oben genannten Personen sind, ohne dass Sie selbst die dort genannten Voraussetzungen erfüllen oder
  • einen Folgeantrag nach § 71 des Asylverfahrensgesetzes oder einen Zweitantrag nach § 71a des Asylverfahrensgesetzes stellen.

In der Regel wird eine Grundversorgung nach § 3 des AsylbLG gewährleistet. Eingeschränkte Leistungen erhalten Sie, wenn aus von Ihnen zu vertretenden Grün-den aufenthaltsbeendende Maßnahmen nicht vollzogen werden können.
Leistungen dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) entsprechend können diejenigen erhalten, die sich seit 15 Monaten ohne wesentliche Unterbrechung im Bundesgebiet aufhalten und die Dauer des Aufenthaltes nicht rechtsmissbräuchlich selbst beeinflusst haben. Im Krankheitsfall, bei Schwangerschaft und Geburt können weitere Hilfen gewährt werden. Eigene Einkünfte und Vermögen sind grundsätzlich vorrangig einzusetzen, bevor Asylbewerberleistungen erfolgen können.

Antragstellung

Ihren Antrag auf finanzielle Hilfen für ausländische Flüchtlinge können Sie im Rathaus Krefeld, Von-der-Leyen-Platz 1, schriftlich oder zur Niederschrift stellen.

Öffnungszeiten

Allgemeine Sprechzeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag
8.30 Uhr bis 12.00 Uhr

Unterlagen

Zur Bearbeitung eines Antrages sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Nachweis über den ausländerrechtlichen Status (Pass, Duldung, Aufenthaltserlaubnis, usw.)
  • Einkommens- und Vermögensnachweise
  • Nachweise über den bisherigen Aufenthalt
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