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Führungszeugnis beantragen

Sie benötigen ein Privat-, Behörden-, erweitertes oder Europäisches Führungszeugnis?
Wir nehmen Ihren Antrag gerne in allen Bürgerbüros entgegen und leiten ihn an das Bundesamt für Justiz in Bonn weiter. Von dort wird das Führungszeugnis ausgestellt und an Sie oder die von Ihnen benannte Behörde gesandt.

Weitere Informationen

Es besteht auch die Möglichkeit, Führungszeugnisse mit Hilfe des neuen Personalausweises (mit eingeschalteter eID-Funktion) unmittelbar beim Bundesamt für Justiz (BfJ) zu beantragen. Die Voraussetzungen und Hinweise zum Verfahren können Sie auf der Seite des Bundesamtes für Justiz nachlesen.

Privatführungszeugnis/Behördenführungszeugnis

Sie benötigen ein Privatführungszeugnis, wenn Sie Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber nachweisen sollen, dass Sie nicht vorbestraft sind. Wenn Sie bei einer Behörde arbeiten oder eine amtliche Erlaubnis beantragen möchten, benötigen Sie ein Behördenführungszeugnis.
Häufige Fragen zum Führungszeugnis und deren Beantwortung erhalten Sie beim Bundesamt für Justiz (BfJ).

Das erweiterte Führungszeugnis

Zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch kann eine Arbeitgeberin oder ein Arbeitgeber seit 1. Mai 2010 von jeder Person, die beruflich oder ehrenamtlich Minderjährige betreut, erzieht oder ausbildet, ein erweitertes Führungszeugnis verlangen. Bislang wurden im Zentralregister nur Strafen über 90 Tagessätze oder drei Monate Gefängnis festgehalten. Im erweiterten Führungszeugnis werden nun auch Strafen für Sexualdelikte erfasst, die unter diesen Grenzen liegen, etwa eine Verurteilung wegen Besitzes von Kinderpornografie oder Exhibitionismus.
Die Neuregelung gilt für Schulen und Kindertagesstätten sowie für alle anderen Berufsgruppen, die vermehrten Kontakt zu Minderjährigen haben. Hierunter fallen beispielsweise Schulbusfahrerinnen, Schulbusfahrer, Sporttrainerinnen, Sporttrainer, Leiterinnen von Jugendgruppen oder Leiter von Jugendgruppen. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber entscheidet selbst, ob ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt werden muss.
Auch hier wird unterschieden zwischen erweitertem Privatführungszeugnis und erweitertem Behördenführungszeugnis.
Weitere Informationen vom Bundesamt für Justiz (BfJ)

Das Europäische Führungszeugnis

Bisher mussten Staatsangehörige eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union, die in Deutschland leben, mehrere Führungszeugnisse beantragen.
Seit 27. April 2012 kann für diesen Personenkreis ein sogenanntes „Europäisches Führungszeugnis" ausgestellt werden. Neben dem Inhalt des Bundeszentralregisters gibt es Auskunft über den Inhalt des Strafregisters des Herkunftsstaates.
Eine Übersetzung sowie eine inhaltliche Überprüfung der Angaben, die dem Bundesamt für Justiz vom EU-Mitgliedsstaat übermittelt werden, erfolgt dabei nicht.
Weitere Informationen vom Bundesamt für Justiz (BfJ)

Unterlagen

Bei der Antragstellung benötigt werden:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Angabe des Verwendungszwecks
  • Zur Vorlage bei einer Behörde: genaue Anschrift der Behörde, da das Führungszeugnis direkt an die Behörde gesandt wird, ggf. das dortige Aktenzeichen
  • Für ein erweitertes Führungszeugnis außerdem: Vorlage einer schriftlichen Aufforderung von der Stelle, die das erweiterte Führungszeugnis verlangt und in der diese bestätigt, dass die Voraussetzungen aus § 30 a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) vorliegen
  • Falls ein gebührenfreies Führungszeugnis für eine ehrenamtliche Tätigkeit ausgestellt werden soll: Bestätigung der Einrichtung, für die Sie das Ehrenamt ausüben

Formen der Antragstellung

Das Führungszeugnis kann nur persönlich beantragt werden (§ 30 Absatz 2 Bundeszentralregistergesetz).
Eine telefonische Antragstellung oder eine Antragstellung durch eine Bevollmächtigte oder einen Bevollmächtigten ist nicht möglich.
Ist Ihnen eine persönliche Vorsprache nicht möglich, so kann ein schriftlicher Antrag (siehe Downloadbereich) auf Ausstellung eines Führungszeugnisses gestellt werden. In diesem Fall müssen der Antrag (mit eigenhändiger Unterschrift) und die Kopie des Ausweises oder Passes amtlich beglaubigt sein.
Die Beglaubigung kann notariell oder durch eine dazu berechtigte Stelle der Gemeinde erfolgen.
Schriftliche Anfragen richten Sie bitte auf dem Postweg an den Fachbereich Bürgerservice, Abt. Melde- und Passwesen, Von-der-Leyen-Platz 1, 47798 Krefeld.

Gebühren

Europäisches Führungszeugnis: 17,00 Euro
alle anderen Führungszeugnisse: 13,00 Euro
Führungszeugnisse für ehrenamtliche Tätigkeiten: gebührenfrei (gilt auch, wenn für die ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird)

Als Nachweis der Beantragung erhalten Sie eine aussagefähige Quittung.

Die Gebühren können bei der Beantragung bar oder mit EC-Karte und PIN-Nummer bezahlt werden.

Bei schriftlichem Antrag fügen Sie bitte einen Verrechnungsscheck von 13,00 Euro beziehungsweise 17,00 Euro bei.

Bearbeitungszeit

Im Normalfall dauert es zwei bis drei Wochen, bis das Führungszeugnis ausgestellt ist.
Bei einem Europäischen Führungszeugnis müssen Sie mit einer Bearbeitungszeit von etwa vier Wochen rechnen.

Durch Klick auf ein Bürgerbüro erhalten Sie nähere Informationen zu den Öffnungszeiten und den angebotenen Dienstleistungen.

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