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Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen - Beantragung

Wer ist berechtigt, den Fahrdienst zu benutzen?

Der Fahrdienst steht allen schwerbehinderten Menschen, die im Stadtgebiet Krefeld wohnen (mit Hauptwohnsitz gemeldet sind) und wegen Art und Schwere ihrer Behinderung keine öffentlichen und privaten Verkehrsmittel in Anspruch nehmen können oder am Zielort auf einen Selbstfahrer bzw. auf fremde Hilfe angewiesen sind, zur Verfügung.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird vom Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen der Stadt Krefeld auf Antrag ein Berechtigungsausweis ausgestellt. Grundlage für die Ausstellung des Berechtigungsausweises ist der Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen aG, H oder Bl.
Ist der Schwerbehindertenausweis mit entsprechendem Merkzeichen nicht vorhanden, so entscheidet der Amtsarzt. Befürwortet wird ein Antrag, wenn die aus einer ärztlichen Bescheinigung oder sonstigen medizinischen Unterlagen hervorgehenden Krankheiten den oben genannten Merkzeichen entsprechen und eine Untersuchung durch den Fachbereich Gesundheit die Notwendigkeit der Teilnahme am Fahrdienst für Menschen mit Behinderung attestiert.

Begrenzung des Fahrdienstes:

Die Benutzung des Fahrdienstes ist auf das Stadtgebiet Krefeld beschränkt. Über die Stadtgrenzen hinausgehende Fahrten können grundsätzlich nicht durchgeführt werden, es sei denn, dass in besonders zu begründenden Einzelfällen der Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen auf Antrag ausnahmsweise die schriftliche Genehmigung erteilt.

Anzahl der Fahrten:

Die Anzahl der maximal möglichen Fahrten wird je nutzungsberechtigter Person auf 100 Fahrten (50 Hin- und 50 Rückfahrten) im Kalenderjahr festgelegt.

Wer führt die Fahrten durch?

Mit der Durchführung der Fahrten sind folgende Anbieter beauftragt. Der Fahrdienst ist täglich unter den nachstehenden Telefonnummern zu erreichen:

  • Deutsches Rotes Kreuz 02151/53 96-0
  • Uli Küsters 02151/32 58 211
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 02151/74 80-0
  • Wolfgang Winkler 0176 - 841 837 13
  • Klaus Harter 0177 - 286 85 65

 

Welche Fahrten können mit dem Fahrdienst durchgeführt werden?

Der Fahrdienst kann grundsätzlich für alle Fahrten ohne Nachweis der Zweckbestimmung in Anspruch genommen werden. Fahrten, die mit anderen Kostenträgern abgerechnet werden können (z.B. Krankenkassen, Integrationsamt, Arbeitsagentur), dürfen mit dem Fahrdienst nicht durchgeführt werden (z.B. Fahrten zum Arzt, zu Krankenhausbehandlungen, zum Arbeitsplatz, zur Schule etc.). Der Fahrdienst steht nur im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten der Anbieter und der Haushaltsmittel der Stadt Krefeld zur Verfügung.

Was ist der Begleitdienst?

Antragstellern, bei denen die Notwendigkeit der ständigen Begleitung vorliegt (Merkzeichen B oder Bestätigung des Fachbereichs Gesundheit) haben den Anspruch auf kostenfreie Beförderung einer Begleitperson. Die Notwendigkeit der ständigen Begleitung ist gegeben, wenn der Antragssteller ohne fremde Hilfe seine Wohnung nicht verlassen kann und somit vom Leben in seinem unmittelbaren Wohnumfeld weitgehend ausgeschlossen ist und dem weder eine fremde Hilfe zur Verfügung steht noch zur Verfügung stehen kann, insbesondere durch Haushaltsangehörige oder Nachbarn.

Unterlagen

  • Antrag
  • Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen aG, H oder Bl.
  • alternativ eine ärztlichen Bescheinigung oder sonstigen medizinische Unterlagen

Gebühren

Welche Kosten entstehen dem Berechtigten?

Die Benutzer des Fahrdienstes haben je Fahrt ein Entgelt in Höhe von 5,00 Euro zu entrichten. Sofern Berechtigte Leistungen nach den Bestimmungen des SGB II oder SGB XII (3. oder 4. Kapitel) erhalten reduziert sich dieses Entgelt auf 2,00 Euro. Das reduzierte Entgelt kann auch von Personen beantragt werden, die grundsätzlich aufgrund ihres geringen Einkommens und Vermögens einen Anspruch auf die vorgenannten Transferleistungen hätten.

Die Eigenbeteiligung erfolgt durch die Abgabe der entsprechenden Wertmarken. Diese können beim Fachbereich Bürgerservice gegen Vorlage des Berechtigungsausweises bezogen werden.

Bei der Antragstellung ist die wirtschaftliche Lage durch Vorlage entsprechender Unterlagen nachzuweisen. Die Entscheidung über die Befreiung vom Eigenanteil erfolgt beim Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen. Die Entscheidung über die Freifahrt wird auf dem Ausweis vermerkt und beträgt mindestens 2 Jahre, maximal für die Dauer der Berechtigung.

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