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Bebauungsplan 798 - frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Bebauungsplan 798 in der Stadtkarte


Plangebiet

Plangebiet des Bebauungsplans 798Die Grenzen des Geltungsbereichs Bebauungsplans Nr. 798 werden im Norden durch die Gleisanlage der Deutschen Bahn AG, im Osten durch die Straße „Zur Feuerwache", im Westen durch die „Oberdießemer Straße" sowie im Süden durch die „Neue Ritterstraße" gebildet. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 15.000 und wird bisher überwiegend durch gewerbliche Hallen, Parkplätze und Lagerflächen geprägt. Neben gewerblichen Hallen prägen Parkplätze und Lagerflächen das Erscheinungsbild. Die Flächen sind als Altlastenverdachtsfläche erfasst. In der nördlichen Hälfte des Gebietes war eine Karosseriefirma mit einem Lackierbetrieb und in der südlichen Hälfte ein Bauunternehmen und ein Textilbetrieb ansässig. Vereinzelt lassen sich Grünstrukturen erkennen. Östlich grenzt das Gebiet an die Hauptfeuerwache an. Südlich des Plangebietes befinden sich eine Kleingartenanlage sowie Wohn- bzw. Mischgebietsnutzungen.

Anlass und Ziele der Planung

Aufgrund zweier negativ beschiedener Bauvoranfragen zur Errichtung eines Lebensmittelnahversorgungsmarktes bzw. Fachmarktes wurde durch den Rat der Stadt Krefeld am 02.06.2016 eine Veränderungssperre zur Sicherung der Planung beschlossen. Da sich das Vorhabengebiet außerhalb von im Zentrenkonzept 2014 festgelegten zentralen Versorgungsbereichen befindet, wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Steuerung des Einzelhandels erforderlich. Der Standort soll entsprechend der heutigen Prägung gewerblich entwickelt werden und dem produzierenden Handwerks- und Dienstleistungsgewerbe dienen. Zugleich sollen durch den Bebauungsplan die Voraussetzungen für die Krefelder Promenade planungsrechtlich vorbereitet werden. Ziel des Bebauungsplanes Nr. 798 ist u. a. die städtebauliche Neuordnung des Gebietes, die Entwicklung eines Gewerbegebietes nach § 8 BauNVO sowie die Sicherung der öffentlichen Verkehrsflächen.

Bebauungs- und Nutzungskonzept

Entwurf zum Bebauungsplan 798Der Bebauungsplan Nr. 798 setzt grundsätzlich ein eingeschränktes Gewerbegebiet nach § 8 BauNVO fest, um zukünftig eine städtebauliche Neuordnung des Gebiets zu ermöglichen. Zusätzlich sollen die öffentlichen Verkehrsflächen sowie die Krefelder Promenade als öffentliche Grünfläche planungsrechtlich gesichert werden. Gemäß den angeführten Zielen wird Einzelhandel mit zentren- und nachversorgungsrelevanten Kernsortimenten zum Schutz zentraler Versorgungsbereiche ausgeschlossen. In begrenztem Umfang können ausnahmsweise nahversorgungsrelevante Randsortimente und Annexhandel zugelassen werden.
Zudem ist zum Schutz der unmittelbar südlich angrenzenden Wohnnutzungen an der Ritterstraße und Neue Ritterstraße sowie der Kleingartenanlage eine Beschränkung des Gewerbegebietes auf „nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe" vorgesehen. Die Baugrenze des Gewerbegebietes wird so festgesetzt, dass eine zusammenhängende überbaubare Fläche entsteht und aufgrund der bestehenden und angrenzenden Straßenrandbebauung an die umliegenden Straßenbegrenzungslinien heran reicht. Um jedoch eine unmittelbar angrenzende Bebauung entlang der Krefelder Promenade zu vermeiden, wird hier die Baugrenze zurückgesetzt.
Der Teilabschnitt der Krefelder Promenade, welcher nördlich entlang der Bahntrasse durch den Geltungsbereich des Bebauungsplans verläuft, wird wie im östlich angrenzenden Bebauungsplan Nr. 742 „Güterbahnhof Süd" planungsrechtlich als Grünfläche gesichert.

Erschließungs-, Verkehrs- und Entwässerungskonzept

Die Erschließung des Plangebietes erfolgt von der Oberdießemer Straße, der Neuen Ritterstraße und Zur Feuerwache. Die Straßen werden als öffentliche Verkehrsflächen planungsrechtlich gesichert. Hierdurch erfolgt auch eine Sicherung der Übergangsflächen auf die Krefelder Promenade. Da langfristig wie im Bebauungsplan Nr. 742 „Güterbahnhof Süd" ein Ausbau der neuen Ritterstraße vorgesehen ist, wird auch die Erweiterung dieser Straße planungsrechtlich gesichert.

Grün- und Freiraumkonzept

Im Norden des Plangebietes ist vorgesehen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Weiterführung der Krefelder Promenade zu schaffen. Diese knüpft unmittelbar an das bereits planungsrechtlich gesicherte Teilstück der Krefelder Promenade im Bebauungsplan Nr. 742 an. Die Krefelder Promenade ist eine geplante multifunktionale Freizeitachse für Fußgänger, Radfahrer und Skater, welche weitgehend abseits des Kfz-Verkehrs entlang der das Stadtgebiet von West nach Ost querenden Bahntrasse von Mönchengladbach über Krefeld nach Duisburg verläuft. Sie dient als überregionale Freizeitverbindung und stellt zudem eine Verknüpfung zwischen den Krefelder Bahnhöfen dar. Innerhalb der Grünfläche soll daher ein öffentlicher Fuß- und Radweg angelegt werden, dessen genauer Verlauf im Zuge der späteren Ausbauplanung der Grünfläche bestimmt wird.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung

Die Stadt Krefeld beabsichtigt die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 798 - Oberdießemer Straße / Zur Feuerwache -

Gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) in der zurzeit gültigen Fassung ist die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung des Gebietes in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten; ihr ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben.

Die Unterrichtung und Erörterung erfolgt in der Zeit

vom 08.01.2018 bis einschließlich 19.01.2018

montag- bis freitagvormittags von 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr,
montag- bis mittwochnachmittags von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr,
donnerstagnachmittags von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr.

beim
Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10
47829 Krefeld
Zimmer 330 (3. Etage)

in der Stadtkarte

Der Fachbereich Stadtplanung ist durch
die Straßenbahnlinie 043,
die Buslinien 058 und 927 sowie
die Regionalbahnen RE 11 und RB 33 - Haltestelle Uerdingen Bahnhof-
erreichbar.

Äußerungen zur Planung können auch nach dem vorgenannten Anhörungszeitraum innerhalb einer Woche beim Fachbereich Stadtplanung schriftlich bzw. per E-Mail vorgebracht oder zu Protokoll gegeben werden.

Bei gleichlautenden Eingaben (Unterschriftenlisten, vervielfältigte gleichlautende Texte etc.) wird um die Benennung desjenigen gebeten, der die gemeinschaftlichen Interessen vertritt.

Mit Verweis auf das Datenschutzgesetz wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Namen der Einsender von Stellungnahmen in den Vorlagen für die öffentlichen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse aufgeführt werden können, soweit dieses die Einsender nicht ausdrücklich verweigern.

Übersicht über das Bauleitplanverfahren
TerminVerfahrensschritt
18. August 2015Einleitender Beschluss
15. Dezember 2017Frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange
gemäß § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch

8. Januar 2018 bis
einschl. 19. Januar 2018

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch

 Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss
gemäß § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch
 Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung im Amtsblatt
gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch
 Durchführung der öffentlichen Auslegung
gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch
 Beteiligung von Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange
gemäß § 4 Absatz 2 Baugesetzbuch
 Satzungsbeschluss
gemäß § 10 Absatz 1 Baugesetzbuch
 Bekanntmachung im Amtsblatt
gemäß § 10 Absatz 3 Baugesetzbuch
= Verfahrensende und Rechtskraft


Details zu diesem Bauleitplanverfahren

BauleitplanverfahrenBebauungsplan (frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit) 02.01.2018 -
OrtsteileStadtbezirk Süd (Dießem)