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Bebauungsplan 780 - frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Bebauungsplan 780 in der Stadtkarte

Plangebiet

Plangebiet des Bebauungsplanes 780Eine Eisenbahntrasse durchquert von Süden nach Nordwesten den Geltungsbereich. Entlang der Geldernsche Straße ist innerhalb des Plangebietes ein Gewerbebetrieb ansässig. Die vertraglichen Regelungen zwischen dem Betreiber und dem Eigentümer ermöglichen eine mittelfristige Verlagerung des Betriebs. Entlang des Neuer Weg befindet sich westlich der Eisenbahntrasse ein Verwaltungsgebäude. Die weiter westlich an der Straßenfront liegenden Gebäude sowie eine größere Gewerbehalle südlich davon sind derzeit nicht genutzt. Die nähere Umgebung des Plangebietes ist jenseits der Geldernsche Straße und der Straße Neuer Weg von Wohnnutzungen geprägt. Östlich des Geltungsbereiches liegen Kfz-bezogene gewerbliche Nutzungen sowie südöstlich ein Gastronomiebetrieb mit Außennutzung. Der Kaiser-Wilhelm-Park schließt sich im Südwesten an den Geltungsbereich an.


Anlass und Ziele der Planung

Aktuell wird das Gebiet nördlich des Kaiser-Wilhelm-Parks teilweise gewerblich genutzt, ist jedoch in großen Teilen bereits brachgefallen. Daher bietet das Gelände die Chance für eine innenstadtnahe städtebauliche Entwicklung. Hierbei wird eine Mischnutzung, also eine Verbindung von Wohnen und wohnverträglichem Gewerbe, angestrebt. So wird nicht nur neuer Wohnraum in einer innenstadtnahen Lage geschaffen, sondern auch die Entstehung eines urbanen Quartiers mit unterschiedlichen Nutzungen ermöglicht.


Bebauungsplanvorentwurf

Variante 1 zum Bebauungsplan 780 Variante 2 zum Bebauungsplan 780

Die Bebauungskonzepte sehen entlang der Geldernsche Straße eine Riegelbebauung mit jeweils vier Geschossen und einem zusätzlichen Staffelgeschoss vor, die sich am Bestand orientiert. Im Blockinnenbereich und zum Kaiser-Wilhelm-Park ist eine aufgelockerte Bebauung mit Punkthäusern beabsichtigt. Diese sind durch drei Geschosse mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss gekennzeichnet.
Für die südliche Brachfläche stellen zwei Varianten unterschiedliche Nutzungen dar. Variante 1 sieht die Bebauung mit einer Kindertagesstätte und dazugehörigen Außenflächen vor. In das Gebäude ist eine Lärmschutzwand integriert und schirmt das Gebiet gegenüber dem im Bereich des Nordbahnhofs entstehenden Gewerbelärm ab. Variante 2 sieht die Errichtung einer Riegelbebauung mit gewerblicher Nutzung vor, deren Ausrichtung zudem der Verbesserung des Schallschutzes dient. Ergänzend ist auch bei dieser Variante die Errichtung einer Lärmschutzwand beabsichtigt.
Die Stellplätze werden zum überwiegenden Teil in Tiefgaragen untergebracht. Die Erschließung erfolgt von den Straßen Neuer Weg und Geldernsche Straße aus. Zudem ist eine Öffnung des Quartiers für den Fuß- und Radverkehr zum Kaiser-Wilhelm-Park vorgesehen.

Gutachten

Es liegt ein Schallschutzgutachten aus dem Jahr 2011 mit Überarbeitung aus dem Jahr 2016 vor. Dieses wurde bereits aktuell an die vorliegende Planungskonzeption angepasst. Hierbei wurde gutachterlich bestätigt, dass durch entsprechende Maßnahmen gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse in dem Mischgebiet bzw. Urbanen Gebiet gewährleistet und die Belange der umliegenden Betriebe, insbesondere des Gastronomiebetriebes am Oranierring, angemessen berücksichtigt werden können. Im weiteren Verfahren sind die Schallschutzmaßnahmen in Abhängigkeit eines tragfähigen städtebaulichen Konzeptes zu konkretisieren und zu sichern.
Im Weiteren ist sowohl eine Untersuchung der Altlastsituation und die Erstellung eines Sanierungskonzeptes als auch eine artenschutzrechtliche Untersuchung erforderlich.
Da die Existenz archäologisch relevanter Bodenfunde im Plangebiet nicht ausgeschlos-sen werden kann, ist zudem eine archäologische Sachverhaltsermittlung durchzufüh-ren.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) in der zurzeit gültigen Fassung ist die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung des Gebietes in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten. Ihr ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben.

Die Unterrichtung und Erörterung erfolgt

am 4. Oktober 2018, 19.00 Uhr,

im Gemeindesaal der Pfarre St. Anna,
An der Annakirche 18,
47803 Krefeld

in der Krefelder Stadtkarte

durch sachkundige Mitarbeiter des Fachbereiches Stadtplanung.

Der v. g. Veranstaltungsort ist durch die Straßenbahnlinie 044 (Haltestelle Girmesdyk) erreichbar.

An der Veranstaltung kann jeder teilnehmen. Es ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben..

Äußerungen zur Planung können auch nach dem vorgenannten Anhörungstermin innerhalb einer Woche

beim Fachbereich Stadtplanung
Parkstraße 10
47829 Krefeld
Zimmer 326 (3. Etage)

in der Krefelder Stadtkarte

schriftlich bzw. per E-Mail vorgebracht oder zu Protokoll gegeben werden. Auch hierbei kann die Planung mit sachkundigen Mitarbeitern des Fachbereiches erörtert werden.

Der Fachbereich Stadtplanung ist durch
den Regionalexpress RE 42 und
die Regionalbahnen RB 33 / 35 - Haltstelle Krefeld-Uerdingen Bf -
die Straßenbahnlinie 043 und
die Buslinien 054, 058, 831, 927 und 941 - Haltestelle Uerdingen Bf - sowie
die Buslinien 058 und 059 - Haltestelle Querstraße -
erreichbar.

Bei gleichlautenden Eingaben (Unterschriftenlisten, vervielfältigte gleichlautende Texte, etc.) wird um die Benennung desjenigen gebeten, der die gemeinschaftlichen Interessen vertritt.

Mit Verweis auf das Datenschutzgesetz wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Namen der Einsender von Stellungnahmen in den Vorlagen für die öffentlichen Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksvertretungen aufgeführt werden können, soweit dieses die Einsender nicht ausdrücklich verweigern.

Übersicht über das Bauleitplanverfahren
TerminVerfahrensschritt
04.05.2017Einleitender Beschluss

4. Oktober 2018

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch

 Frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange
gemäß § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch
 Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss
gemäß § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch
 Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung im Amtsblatt
gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch
 Durchführung der öffentlichen Auslegung
gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch
 Beteiligung von Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange
gemäß § 4 Absatz 2 Baugesetzbuch
 Satzungsbeschluss des Bebauungsplans
gemäß § 10 Absatz 1 Baugesetzbuch
und abschließender Beschluss des Flächennutzungsplanes
 Genehmigung der Flächennutzungsplanänderung
durch die Bezirksregierung Düsseldorf
gemäß § 6 Baugesetzbuch
 Bekanntmachung im Amtsblatt
gemäß § 10 Absatz 3 Baugesetzbuch
= Verfahrensende und Rechtskraft

Details zu diesem Bauleitplanverfahren

BauleitplanverfahrenBebauungsplan (frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit) 19.09.2018 -
OrtsteileStadtbezirk West