Informationen

PottbäckermARkT

 Auf dem Pottbäckermarkt am 03. und 04. Mai 2014 präsentieren nationale und internationale Keramikkünstler ihr Angebot. Die Orientierung im Bereich Kunsthandwerk, zeitgemäßen Keramikdesign sowie in Richtung traditionelle und weiße Ware setzt seit 22 Jahren Prioritäten. Preisgekrönte Keramiker sowie Nachwuchs-Designer aus der Region, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, England, Ungarn, Tschechien, Japan und Korea versprechen erneut einen Markt mit einem erstklassigen Angebot rund um Sankt Dionysius.

Veranstaltungen heute

 Hier finden sie eine Übersicht der Veranstaltungen am heutigen Tage.


Inhalt

Stadtgeschichte

Von der Vergangenheit bis in die Gegenwart

In den verschiedenen Stadtteilen Krefelds finden sich stumme architektonische Zeitzeugen, die eine Geschichte widerspiegeln, die mitnichten als Gesamthistorie nur einer Stadt bezeichnet werden kann. Es gibt das oranisch preußisch-klassizistische Krefeld, das kurkölnische Uerdingen und das kurkölnisch-mittelalterliche Burgstädtchen Linn, die Kirchdörfer Fischeln und Hüls sowie Bockum mit seinen Villen und Landhäusern. Dazu kommen mehrere kleinere Stadtteile mit eigener Vergangenheit, bis sie, freiwillig oder gezwungenermaßen im Laufe des 20. Jahrhunderts Teil des Gemeinwesens wurden, das heute die Stadt Krefeld ist.

Krefelder Hauptbahnhof im Jahr 1954

Der Krefelder Hauptbahnhof im Jahr 1954

In der von Höhen und Tiefen geprägten Entwicklung des ehemaligen „Krähenfelds", dem im Jahre 1373 die Stadtrechte verliehen wurden, bilden Freiheit und Liberalität eine Konstante. Im Jahr 1600 wurde es an das Haus der Oranier angeschlossen und so zum Zufluchtsort vieler Glaubensflüchtlinge aus dem Umland, die in Krefeld Anerkennung und Schutz fanden. So wuchs die mennonitische Gemeinde und mit ihr die wohl bekannteste Familie der Stadt namens „von der Leyen". Mit ihnen ist der wirtschaftliche Aufstieg Krefelds und der bis heute anhaltende Ruf der Textilstadt untrennbar verwoben. Auch unter der preußischen Herrschaft ab 1702 wuchs und gedieh der Handel dank der merkantilistischen Wirtschaftsauffassung und der Monopolstellung der Seidenbarone. Krefeld wurde noch vor der Französischen Revolution ein „Global Player", überflügelte die zuvor viel größeren Nachbarstädte. Die Anziehungskraft Krefelds schlug sich auch in der wachsenden Einwohnerzahl nieder. Erst die Franzosenzeit zwischen 1794 und 1814 sorgte für eine vorläufige Unterbrechung dieser Entwicklung.

Die neue Gewerbefreiheit schädigte die Monopolstellung der Krefelder Seidenfabrikanten; die Aufhebung der Zölle Ende des 18. Jahrhunderts kam allerdings dem Handel Uerdingens zugute. Und auch die Stimmung in Krefeld war zu diesem Zeitpunkt gelöster als unter der preußischen Herrschaft. So machte sich in jenen Tagen auch eine Familie aus Moers mit dem Namen Hermès auf, in Krefeld zu wohnen. Ihr Sohn, Dietrich Hermès, ging im Jahr 1821, nur mit seinen handwerklichen Fähigkeiten im Gepäck, nach Paris, wo er aus einer kleinen Sattlerei das Modehaus Hermès formte. Heute ist dieser Mann besser unter dem Namen Thierry bekannt. Trotz der immer wieder schwankenden Konjunktur wird Krefeld 1890 als reichste Stadt im Deutschen Reich bezeichnet und 1887 zur Großstadt.

Der Zweite Weltkrieg trifft die Stadt schwer. In der Nacht vom 21. zum 22. Juni 1943 wird bei einem Angriff mit mehr als 700 Bombern der größte Teil der Innenstadt zerstört. Bei dem oftmals rasch zu leistenden Wiederaufbau ist der historisch gewachsene Baubestand an vielen Stellen nicht berücksichtigt worden.

Im Jahr 1973 feierte die Stadt Krefeld stolz ihr 600-jähriges Bestehen als Stadt mit vollwertigen Stadtrechten. Heute ist sie ein wichtiger Industriestandort und mit dem Designstudiengang der Hochschule Niederrhein am Puls der kreativen Strömungen Deutschlands. Aus dem kleinen „Krähenfeld" ist eine Großstadt im ständigen Wandel geworden, die sich den Bedürfnissen ihrer rund 235.000 Einwohner gemäß entwickelt.

 
Krefelder Rathaus nach 1933Krefelder Hauptpost um 1900
Das Krefelder Rathaus nach 1933Die Krefelder Hauptpost um 1900