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Krematorium

Das Krematorium

Das Krematorium auf dem Hauptfriedhof wird durch den Weg im Vordergrund erschlossen.

Krematorium auf dem Hauptfriedhof

Als erste Feuerbestattungsanlage im Rheinland und fünfte in Preußen wurde das Krefelder Krematorium auf dem Neuen Teil des Hauptfriedhofes im Jahr 1915 seiner Bestimmung übergeben. Bevor das geschehen konnte, musste der Krefelder „Verein für Feuerbestattung", der sich 1904 gründete, viel Überzeugungsarbeit leisten. Die Feuerbestattung galt als etwas Revolutionäres und war erst am 20. Mai 1911 vom Preußischen Landtag nach heftigen Diskussionen erlaubt worden.

Als im selben Jahr eine Erweiterung des Hauptfriedhofes beschlossen wurde, entschied sich der Stadtrat am 9. November 1911 für den Bau eines Krematoriums. Die Baukosten betrugen damals für das Bauwerk einschließlich der Ofentechnik 91.400 Reichsmark. Zum damaligen Zeitpunkt wurden etwa 30 Einäscherungen pro Jahr durchgeführt, bis 1942 stieg die Anzahl auf 130.

Im Jahr 1944 wurde das Krematorium zerstört und erst 1949 wieder aufgebaut und in Betrieb genommen.

Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz und wurde 1998 bis 1999 komplett restauriert. Dabei wurde eine neue Ofenanlage eingebaut, die dem neuesten Stand der Technik entspricht und allen Umweltvorschriften gerecht wird. Im gleichen Zug wurden das Dach erneuert und verschiedene Baumaßnahmen im Gebäudeinneren umgesetzt.

Das Krematorium wurde durch Ratsbeschluss vom 01.12.2011 geschlossen. Zuletzt wurden dort jährlich 1300 Einäscherungen durchgeführt.

Verkehrsanbindung:
Straßenbahn 043 Richtung Tackheide - Haltestelle Krematorium
Parkplätze: Am Behringshof, Lehmheide