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Anleinpflichten für den Hund

Auflistung über Anleinpflichten von Hunden in Krefeld auf dem Stand Ende Februar 2007

Folgende Auflistung über Anleinpflichten von Hunden soll dem Hundehalter als Übersicht und Orientierung dienen, wann und wo Hunde an der Leine geführt werden müssen.
Teilweise gelten in manchen Gebieten Rechtsvorschriften nebeneinander, zum Beispiel gelten im Krefelder Stadtwald als Landschaftsschutzgebiet, Wald und Parkanlage gleichzeitig das Landesforstgesetz, das Landeshundegesetz, das Landesjagdgesetz, das Landschaftsgesetz und die OBV, Krefeld, Anleinpflicht gemäß Ordnungsbehördlicher Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld vom 26.05.2000. Das bedeutet, dass in einem solchen Bereich sämtliche Vorschriften zu beachten sind bzw. im Zweifelsfall die jeweils strengste Anleinvorschrift Gültigkeit hat.

LHundG NRW - Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen § 2 Abs. 2 LHundG
Es besteht Anleinpflicht

  • in für die Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen, für die Allgemeinheit eingerichtete und unterhaltene Anlagen, in denen regelmäßig unterschiedliche Nutzungen und Nutzungsinteressen auf begrenztem Raum aufeinander treffen,
  • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen
  • in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kindergärten

LHundG NRW - Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen § 3 und § 10 LHundG
Es besteht genereller Leinen- und Maulkorbzwang

  • für alle gefährlichen Hunde und Hunde bestimmter Rassen

Es besteht Leinenzwang für große Hunde, mehr als 40 cm Schulterhöhe oder schwerer als 20 kg)

  • außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauten Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen
  • dies gilt nicht innerhalb besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche

OBV Krefeld, Anleinpflicht gemäß Ordnungsbehördlicher Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld vom 26.05.2000

  • auf Kinderspielplätzen, Schulgrundstücken, Bolzplätzen, Spielplätzne und Liegeplätzen sowie Badeanlagen bzw. Sportanlagen, auf diesen Plätzen und Einrichtungen gilt in Krefeld ein generelles Hundeverbot

Satzung über die Benutzung des Erholungsparks Elfrather See in Krefeld vom 12.11.2001 - § 6 Abs. 2 Buchstabe j und r

  • Besucher, die Tiere mit sich führen, haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Tiere die öffentlichen Wege und Anlagen nicht beschmutzen,
  • Es ist insbesondere verboten, Hunde unangeleint im Gelände herumlaufen zu lassen und zum Baden mitzunehmen

Satzung über die Friedhöfe der Stadt Krefeld, Friedhofssatzung vom 15.12.2005, hier II. Ordnung auf den Friedhöfen - § 4 Abs. 2 Buchstabe f

  • Es ist insbesondere nicht gestattet, Tiere, mit Ausnahme von angeleinten Blindenhunden mitzuführen.

Landschaftsplan der Stadt Krefeld - Festsetzungen 2.1 A k), 2.4 A k) sowie Bundesnaturschutzgesetz § 39
Es besteht generelle Anleinpflicht für alle Hunde

  • in allen Krefelder Naturschutzgebieten und Geschützten Landschaftsbestandteilen

Für das Führen von Hunden auf Wegen und Pfaden in der freien Landschaft bzw. Landschaftsschutzgebieten gilt die Anleinpflicht nicht, soweit sich ein Leinenzwang nicht aus anderen Rechtsvorschriften, wie des Forstgesetzes und Jagdgesetzes ergibt.

  • Darüber hinaus ist es gemäß § 39 Bundesnaturschutzgesetz verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

Landesforstgesetz NRW § 2 III LFoG

  • im Wald dürfen Hunde außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden; dies gilt nicht für Jagdhunde im Rahmen jagdlicher Tätigkeiten sowie für Polizeihunde

Landesjagdgesetz NRW § 55 II Nr. 8 LJagdG
Ordnungswidrig handelt ferner,

  • wer Hunde oder Katzen, die ihm gehören oder seiner Aufsicht unterstehen, in einem Jagdbezirk unbeaufsichtigt laufen lässt

Der Hund muss sich innerhalb der Sicht- und Rufweite des Hundeführers aufhalten, sich im tatsächlichen Einwirkungsbereich des Hundeführers befinden und auf sich einwirken lassen.
Unbeaufsichtigt ist ein Hund dann, wenn er sich außerhalb der Sicht- und Rufweite des Hundeführers aufhält oder der Hundeführer nicht die tatsächliche Möglichkeit hat, durch gezielte Kommandos oder andere Handlungen eine wirksame Kontrolle über das Verhalten des Hundes auszuüben.

Offizielle Hundewiesen in Krefeld:

- Stadtpark Fischeln zwischen Kölner Straße und Altmühlenfeld
- An der K-Bahn Bessemerstraße/Hafelsstraße
- Elfrather See
- Feldstraße/Fütingsweg
- Dahlerdyk auf der Grünfläche zwischen Gahlingspfad und Nassauerring
- Fabritiusstraße auf der Grünfläche Viktor-Jakubowicz-Straße
- Emil-Schäfer-Straße, hier am Verbindungsweg zwischen Bremer Straße/ Essener Straße
- Hundewiese im Krefelder Stadtwald

Abschließende Hinweise zum Thema Hundekot und Mitnahmeverbot von Hunden:
Hundekot ist Abfall im Sinne des Abfallrechtes, Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz und ist deshalb immer und überall unverzüglich zu entfernen.

Zusätzlich sind nach der OBV Krefeld, Ordnungsbehördlicher Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld vom 26.05.2000 Tierhalter oder Tieraufseher verpflichtet, durch ihre Tiere verursachten Verunreinigungen in bzw. auf öffentlichen Anlagen und Grünflächen, Verkehrsflächen, wie z.B. Straßen, Wege, Plätze, Gehwege sowie Fußgängerzonen, unverzüglich zu beseitigen.

Ein Mitnahmeverbot für Hunde besteht darüber hinaus auf Kinderspielplätzen, Schulgrundstücken, Bolzplätzen, Spiel- und Liegeplätzen sowie in Sport- bzw. Badeanlagen, auf diesen Plätzen und Einrichtungen gilt in Krefeld ein generelles Hundeverbot.

Folgen von Hundekot:
Hundekot kann bei Berührung oder im Rahmen der unwissentlichen, unbeabsichtigten Verarbeitung Krankheitsüberträger sein von Bakterien, Parasiten und Würmern.

Auch immer mehr Landwirte beschweren sich mittlerweile über die Verunreinigungen durch Hundefäkalien auf ihren Wiesen, Feldern und Gemüseflächen. Hundefäkalien verderben Wiesen für Grünfutter, Heugewinnung, Silage, führen bei Kühen und Pferden über die Aufnahme von Gras oder Heu zum Verkalben bzw. Verfohlen, Fehlgeburten und letztlich auch zum Verderb von Gemüse für den Menschen.