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Kleingärten

Kleingärten haben bereits eine lange Geschichte. Als Vorläufer der heutigen Kleingärten kann man die sogenannten Festungs- oder Bürgergärten
außerhalb der Verteidigungsanlagen
der mittelalterlichen Städte sehen.

Auch im Krefelder Stadtteil Linn gibt es Gärten, die unmittelbar vor der teilweise noch erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer liegen.
Die heutigen Kleingärten sind hauptsächlich als Folge wirtschaftlicher und sozialer Not entstanden. Fast jedem ist die Bezeichnung Schrebergärten ein Begriff. Dieser ist auf den Leipziger Arzt Dr. Schreber zurück zu führen. Die Industrialisierung, verbunden mit Landflucht und raschem Wachstum der Städte, hat Anfang des 19. Jahrhunderts zu einer Verelendung der Arbeiterfamilien geführt. Dr. Schreber hat bereits Mitte des 19. Jahrhunderts dazu aufgerufen, Gartenarbeit als therapeutisches Mittel für Kinder und Jugendliche einzusetzen.
Ein Leipziger Pädagoge hat einige Jahre später Gärten und Spielplätze geschaffen und diese zu Ehren von Dr. Schreber als „Schreberverein" bezeichnet.
Diese Idee breitete sich in ganz Deutschland, besonders in den Ballungsgebieten aus.
Während der Kriegs- und Krisenzeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Kleingärten eine wichtige Bedeutung für die Selbstversorgung und - besonders nach dem zweiten Weltkrieg -, als Notwohnungsquartiere.
Heute ist kaum jemand noch darauf angewiesen, Obst und Gemüse selbst anzubauen. Der Wert eines Kleingartens hat seinen Schwerpunkt in der Freizeitgestaltung und Erholungsnutzung. Zudem können Kleingärtner Obst und Gemüse für ihre Familie nach naturnahen Gesichtspunkten produzieren.
Darüber hinaus sind Kleingärten unverzichtbare Elemente einer städtischen Grünstruktur und bieten eine Ergänzung der öffentlichen Parks und Grünflächen für alle Bürger.

Kleingärten - eine lange Tradition

Kleingärten sind ein wichtiger Bestandteil der Krefelder Park- und Grünanlagen.
Sie bieten dem Kleingartennutzer die Möglichkeit, zu günstigen Bedingungen einen Garten zu bearbeiten, der im Durchschnitt eine Größe von 370 hat. Der Pachtzins beträgt 0,13 Euro pro und Jahr.

Eine Pergola bildet einen Rahmen für den Eingang eines Kleingartens mit mittigem Weg, der linksseitig mit einem Blumenbeet eingefasst ist und rechts in eine Wiese übergeht. Üppig blühende Bäume runden das Bild ab.

Kleingarten mit Pergola

Die Stadt verpachtet die gesamten Kleingartenflächen an den „Stadtverband Krefeld der Kleingärtner e. V.". Dieser gibt die Gärten an die einzelnen Kleingartenvereine zur gärtnerischen Nutzung weiter.
Auch stehen die öffentlichen Bereiche der Kleingartenanlagen allen Bürgern zur Verfügung. Diese Flächen umfassen Erschließungswege, Spielplätze, Gehölz- sowie Rasenflächen. Sie haben eine Größe von circa 45 ha.
Sie ergänzen die Grünstruktur und sind daher ein unverzichtbares Element.

Kleingartenanlage mit einem Weg, der links und rechts von einer Hecke gesäumt wird.

Kleingarten mit Hecke, Weg

Zur Übersicht folgende Zahlen:

55 Kleingartenvereine
101 Kleingartenanlagen
4331 Kleingärten

206 ha Pachtfläche, in dieser sind enthalten:
181 ha - städtische Flächen
25 ha - private Flächen

Kleingärten haben eine lange Tradition. Vorläufer waren die früheren Festungs- oder Bürgergärten außerhalb der Verteidigungsanlagen der mittelalterlichen Stadtmauern.
Im Stadtteil Linn wird dieses durch die unmittelbar vor der teilweise erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer sichtbar.

Hinter dem Zaun liegt ein Kleingarten mit Gemüseanbau auf der rechten Seite des Weges und Blumenbeet zur Linken.

Kleingarten mit Gemüseanbau und Blumen

Während der Kriegs- und Krisenzeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Kleingärten für die Selbstversorgung unverzichtbar. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden sie übergangsweise auch als Notwohnquartiere genutzt.
Heute ist unter dem wirtschaftlichen Aspekt kaum noch jemand auf den Anbau von Obst und Gemüse angewiesen. Mit dem gesellschaftlichen Wandel, Obst und Gemüse naturnah und ökologisch anzubauen, bekommt der Kleingarten jedoch einen neuen Stellenwert. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt im Erholungswert und in der Freizeitgestaltung.

Garten und Bauordnung für die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner im Stadtgebiet Krefeld

Kontakt:

Fachbereich Grünflächen
Bärbel Schröder
Tel. 0 21 51 / 86-44 34
Fax.: 0 21 51/ 86-44 40
E-Mail: baerbel.schroeder@krefeld.de

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