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2011-05-12: Pottbäckermarkt feierte 20-jähriges Bestehen

Den 20. Pottbäckermarkt in Krefeld haben rund 30.000 Besucher am Muttertag-Wochenende besucht. Keramik und Porzellan in allen Variationen präsentierten rund um die Kirche St. Dionysius mehr als 100 Aussteller. Der mit 1000 Euro dotierte Niederrheinische Keramikpreis wurde im Rahmen des Pottbäckermarktes an Claudia Neeb aus Weidenbach (Rheinland-Pfalz) verliehen. Anlässlich des „runden Markt-Geburtstages" hat die Hochschule Niederrhein gemeinsam mit der Stadt Krefeld zudem einen „Keramik-Oscar" übergeben. Er wiegt gut drei Kilo und wurde aus 20 Schichten gegossen. Das blaue Objekt in Form einer Vase zeigt Jahresringe, die die Anzahl der Veranstaltungsjahre symbolisieren aber auch im übertragenen Sinne die Vielschichtigkeit im Angebot des Pottbäckermarktes. Die klassische Vasenform des Gefäßes soll die lange Tradition des Pottbäcker-Handwerkes untermalen. Am Boden des Gefäßes ist ein Stempel mit Symbolen der Stadt Krefeld und der Hochschule Niederrhein sowie der Bezug zum Pottbäckermarkt mit dem Keramikpreis. Den Oscar überreichte Bürgermeisterin Karin Meincke. Die Gewinnerin des Niederrheinischen Keramikpreises präsentierte hochkarätige Vasen, Gefäße und Wandobjekte, die sich hauptsächlich in den Farben Bordeauxrot und Schwarz zeigten.

Die Preisträgerin Claudia Neeb (rechts) erhält von Bürgermeisterin Karin Meincke den Niederrheinischen Keramikpreis und den "Keramik-Oscar".
Die Preisträgerin Claudia Neeb (rechts) erhält von
Bürgermeisterin Karin Meincke den Niederrheinischen
Keramikpreis und den "Keramik-Oscar".

Claudia Neeb überzeugte die Jury vor allen Dingen durch ihren eigenen unverwechselbaren handwerklichen Stil und die Beständigkeit ihrer Werke. „Bei der Künstlerin haben wir Konsequenz in Form und Farbe gesehen. Klarheit und Überzeugungskraft gehen eine Einheit mit der Form ein", so Jury-Mitglied Knut Michalk, Diplom-Designer und Fachlehrer für Porzellan beim Fachbereich Design an der Hochschule Niederrhein. Bereits zum elften Mal präsentiert die Preisträgerin aus Weidenbach ihre klassischen Keramikarbeiten in Krefeld. Für die Handwerkerin bietet der Pottbäckermarkt eine gute Möglichkeit, ihre Arbeiten auszustellen. „Für mich ist es ein besonderer Markt, da vor allen Dingen an Keramik interessiertes Publikum zu den zahlreichen Besuchern gehört", sagte Neeb.

An den beiden Veranstaltungstagen des 20. Pottbäckermarktes strömten tausende Besucher in die Krefelder Innenstadt. „Die Besucherzahl von circa 30.000 Personen zeigt uns, dass auch der diesjährige Pottbäckermarkt wieder ein voller Erfolg war", berichtete Verena Tomasik vom Fachbereich Stadtmarketing. Der Markt habe jedes Jahr etwas Neues zu bieten, auch diesmal zeigten 14 neue Künstler ihre Werke. Außerdem waren Studierende der Fakultät für Kunst und Design aus Tschechien zu Gast und präsentieren auf dem Pottbäckermarkt ihre innovativen Projektarbeiten aus Keramik und Porzellan. Sie besuchten den Pottbäckermarkt und die Hochschule Niederrhein in Begleitung ihres Professors Paul Jarkovský. „Allerdings geht es bei dem Pottbäckermarkt nicht darum, möglichst viel Neues zu haben, sondern viel mehr die Qualität durch hohes künstlerisches und handwerkliches Niveau zu präsentieren", sagte Ulrich Cloos, Fachbereichsleiter Marketing und Stadtentwicklung.

Für das Stadtmarketing Krefeld als Veranstalter war das 20-jährige Bestehen des Marktes ein gebührender Anlass, den Pottbäckermarkt im Zeichen der Porzellanhochzeit zu veranstalten. Ein Hochzeitspaar, das am Wochenende des Pottbäckermarktes seinen 20. Hochzeitstag hatte, durfte sich einen Getränkegutschein und ein kleines Präsent der Stadt Krefeld abholen. Großen Anklang fand in dem festlich dekorierten Veranstaltungszelt eine Präsentation von vielen Anregungen zum Thema Hochzeit. Die Krefelder Keramikdesigner des Pottbäckermarktes gaben mit einem eingedeckten Tisch Anregungen zur Gestaltung eines Hochzeitstisches. Dazu wurden Geschenkideen zur Hochzeit und sogar ein Brautkleid ausgestellt. Das brachte viele Besucher ins Gespräch mit den Veranstaltern, unter anderem erzählten sie eigene Hochzeitsanekdoten oder gaben ihre Geschenkideen preis.