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Artenschutz

Der Kiebitz steht auf einem Acker zwischen zwei Reihen Maisanpflanzungen. Diese sind erst einige Wochen gekeimt und noch sehr niedrig.
Der Kiebitz.

Weltweit sind mehr als 15.000 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Dies gab die Weltnaturschutzunion IUCN in ihrer Roten Liste 2006 bekannt. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt existieren auf internationaler wie auf nationaler Ebene gesetzliche Regelungen. Die Umsetzung dieser Artenschutzvorschriften ist eine der Hauptaufgaben der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Krefeld.

Einen Schwerpunkt bilden der Vollzug des Artenschutzrechts, insbesondere die Ahndung von gesetzlich verbotenen Handlungen, die zu Beeinträchtigungen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt führen, zum Beispiel die Zerstörung von Vogelnestern, und die Kontrolle des internationalen Handels und der Haltung besonders geschützter Tier- und Pflanzenarten. So wurden laut dem Bundesamt für Naturschutz im Jahr 2005 an besonders geschützten Arten 43.000 Vögel, 7.000 Reptilien, 1.300 Amphibien und 480.000 Pflanzen aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten nach Deutschland eingeführt.

Informationen darüber, welche Tier- und Pflanzenarten unter besonderem Schutz stehen, erhalten Sie auf den Internet-Seiten des Wissenschaftlichen Informationssystems zum Internationalen Artenschutz (siehe Links).

Die Untere Landschaftsbehörde erteilt diesbezüglich Auskünfte über Vorschriften, wie Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES, EG- Artenschutz-Verordnung, Bundesartenschutzverordnung sowie artenschutzrechtliche Regelungen im Bundesnaturschutzgesetz und Landschaftsgesetz NRW. Dazu zählen unter anderem die Melde-, Nachweis-, Buchführungs- und Kennzeichnungspflicht für besonders geschütze Tiere.

Einen weiteren Schwerpunkt stellen gezielte Schutzmaßnahmen für einheimische Tier- und Pflanzenarten in Verbindung mit Maßnahmen zur Erhaltung ihrer Lebensräume dar, wie zum Beispiel Straßensperrungen zum Schutz von Amphibien, sowie artenschutzbezogene Stellungnahmen zu Eingriffen in den Naturhaushalt.

Bei Funden von wildlebenden verletzten oder kranken Tieren sowie Problemen mit Wespennestern bieten wir Ihnen gerne Informationen an (siehe Links und Kontakt).