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Ausstellungen
Ted Partin. Eyes look through you
13. Juni - 19. September 2010 / Museum Haus Esters
Die Ausstellung stellt mit rund 70 fotografischen Arbeiten erstmals das bisherige Werk Ted Partins im musealen Kontext vor. Ted Partin (*1977 Tarrytown, New York, lebt in Brooklyn, New York) arbeitet im klassischen Sinne mit analoger Fotografie. Ohne digitale Nachbearbeitung entstehen in Schwarz-Weiß und Farbe Momentaufnahmen einer jungen amerikanischen Gesellschaft, die sich zwischen privater und öffentlicher Sphäre, zwischen Individualität und Masse zu positionieren versucht. Der aufwendige Akt des Fotografierens mit einer Feldkamera lässt zwischen dem Künstler und seinem Motiv, dem Menschen, eine besondere Partnerschaft entstehen, die in den Bildern wiederzufinden ist.
Partins Fotografien berühren auf subtile wie auch intelligente Weise. Sein Sujet sind Menschen, die er in alltäglichen Situationen und Posen festhält. Die Szenerien, ob sie Menschen in Interieurs, im urbanen Raum oder in Landschaften zeigen, verharren in einem Moment der Unentschiedenheit zwischen dokumentarischem Realitätsanspruch und filmischer Inszenierung. Die Fotografien gleichen Bestandsaufnahmen menschlicher, örtlicher und sozialer Zustände und sind doch gleichzeitig empfindsame Impressionen derselben.
Kuratorin: Sylvia Martin
20. Jahre Adolf Luther Stiftung
Die Adolf-Luther-Stiftung feiert 2010 ihr 20jähriges Bestehen mit einer Einzelausstellung ihres Kunstpreisträgers 2010, Julius Popp, sowie mit einer Präsentation des Werks von Adolf Luther. Beide Ausstellungen finden zeitgleich im Museum Haus Lange statt.
Julius Popp. Transposition
Kunstpreisträger der Adolf Luther Stiftung 2010
11. Juli - 19. September 2010 / Museum Haus Lange (Erdgeschoß)
Julius Popp (*1973 Nürnberg, lebt und arbeitet in Leipzig) studierte von 1998 bis 2005 an der Leipziger Hochschule für Graphik und Buchkunst und war Meisterschüler von Astrid Klein. Der Künstler verbindet in seinen großen raumgreifenden Installationen die natürlichen Elemente Wasser, Licht, Bewegung mit Erscheinungsweisen der digitalen Kultur. Er schafft einen ästhetisch-sinnlichen Zugang zur wissenschaftlichen Welt der Informatik und Computertechnologie. Julius Popp wird in seiner Krefelder Ausstellung mit einer Auswahl seiner bereits international bekannten Arbeiten zu sehen sein sowie mit einer neu konzipierten Installation, die auf die besondere Ausstellungssituation in Haus Lange reagiert.
Kuratorin: Magdalena Broska
Adolf Luther Stiftung, Krefeld in Kooperation mit den Kunstmuseen Krefeld
Adolf Luther. Kunst, Wissenschaft, Technik
11. Juli - 19. September 2010 / Museum Haus Lange (Obergeschoß)
In Ergänzung zur Ausstellung des Kunstpreisträgers Julius Popp werden im Obergeschoß vom Museum Haus Lange ausgewählte Werke des Krefelder Lichtkünstlers Adolf Luther (1912-1990) unter dem Aspekt von Kunst, Wissenschaft und Technik gezeigt. Bereits in den 1960er Jahren entwickelte Luther seine Installationen aus Hohlspiegeln, Lasern, Prismen im Dialog mit Wissenschaftlern, Technikern und Ingenieuren der Industrie und überschritt damit früh die engen Grenzen der künstlerischen Disziplin. In dem „Laserraum" (1970), „Focussierenden Raum" (1968) und dem „Mondprojekt" geht es um die Findungen realer Räumlichkeiten mittels Licht und Bewegung, Licht und Materie, es geht um neue Seherfahrungen und um die Position der Kunst in einer von Wissenschaft und Technik geprägten Wirklichkeit.
Kuratorin: Magdalena Broska
Adolf Luther Stiftung, Krefeld in Kooperation mit den Kunstmuseen Krefeld
Sherrie Levine: Pairs and Posses (Paare und Gangs)
10. Oktober 2010 - 6. Februar 2011 / Museum Haus Lange
Originalität, Wiederholung, Zeit und Materialität sind zentrale Ansatzpunkte, um das Werk der amerikanischen Konzeptkünstlerin Sherrie Levine (*1947 Hazleton, Pennsylvania, USA) zu fassen. Im Rahmen ihrer Untersuchungen über künstlerische Einflüsse, die in den frühen 1970er Jahren begannen, entschied sich Sherrie Levine zu einem radikalen Schritt. Anstatt wie andere Künstler unbewusst oder versteckt jenen Meistern zu folgen, die sie als künstlerische Vorbilder empfanden, machte Levine diese Beziehungen offenkundig, indem sie sie wortwörtlich ins Bild setzte. Damit stellte sie einen der zentralen Begriffe der Moderne, den der künstlerischen Originalität, geradezu auf den Kopf und schockierte damit ihre Rezipienten.
Indem sie etwa Werke der Heroen Monet, Duchamp, Brancusi, Matisse oder Steichen inhaltlich wie formal verwertet, schafft die Künstlerin Gegenstücke zu Fotografien, Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen. Die Frage nach Wiederholung und Differenz, Kopie und Aura wird mit jeder ihrer Arbeiten neu gestellt und doch nie beantwortet. Gerade im Bereich der skulpturalen Wiederholung spielt Levine mit unterschiedlichsten Materialien und Präsentationsstrategien, die dem Betrachter gleichermaßen Rätsel aufgeben und ästhetischen Genuß versprechen. Ironie und Hommage schwingen in ihren Arbeiten im Gleichmaß. In Anlehnung an die benachbarten ‚Zwillingsbauten' Haus Lange und Haus Esters von Ludwig Mies van der Rohe, die 1927 aus einem Entwurf modifiziert hervorgegangen sind, präsentiert Sherrie Levine im Museum Haus Lange rund 30 bildnerische und skulpturale Paare und Dreiergruppen, die sie ironisch Gangs nennt.
Kurator: Martin Hentschel
ANONYME SKULPTUREN
Video und Form in der zeitgenössischen Kunst
10. Oktober 2010 - 6. Februar 2011 / Museum Haus Esters
Die Ausstellung Anonyme Skulpturen ruft zentrale videoskulpturale Positionen seit den späten 1990er Jahren in Erinnerung und stellt darüber hinaus junge Künstler vor, die mit ihren Arbeiten im Grenzbereich von Skulptur, Video und Installation agieren.
Nam June Paik und Wolf Vostell hatten bereits in den 1960er Jahren in Auseinandersetzung mit dem Massenmedium Fernsehen skulpturale Arbeiten entwickelt. In den 1980er Jahren war der Begriff Videoskulptur schließlich allgegenwärtig. Heute scheint er nahezu vergessen. Aus der Diskussion um die Installation als künstlerische Ausdrucksform wie auch aus dem Wiederaufleben der ‚klassischen' Gattung Skulptur in den letzten Jahren ergeben sich aktuelle Fragestellungen, wie sich elektronische Bilder im Zusammenspiel von Installation und Skulptur verhalten. Gibt es eine zeitgenössische Form der Videoskulptur? Dieser Frage geht die Ausstellung mit rund zehn markanten Positionen nach.
Kuratorin: Sylvia Martin
Kooperation mit der Galerie im Taxispalais, Innsbruck
Gefördert durch die Kunststiftung NRW
ADMINISTRATION
Kunstmuseen Krefeld, Karlsplatz 35, 47798 Krefeld
Tel. +49 (0)2151 97558 0, Fax +49 (0)2151 97558 222
kunstmuseen@krefeld.de, www.kunstmuseenkrefeld.de
BILDUNG UND KOMMUNIKATION
Ansprechpartner: Thomas Janzen
Kaiser Wilhelm Museum, Karlsplatz 35, 47798 Krefeld
Tel. +49 (0)2151 97558 112, Fax +49 (0)2151 97558 222, thomas.janzen@krefeld.de
BESUCHERADRESSEN
Kaiser Wilhelm Museum, Karlsplatz 35, 47798 Krefeld
(Das Kaiser Wilhelm Museum ist ab 31.12.2009 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen)
Museen Haus Lange und Haus Esters, Wilhelmshofallee 91-97, 47800 Krefeld
ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Montag geschlossen
Geschlossen Ostersonntag, Pfingstsonntag 24., 25. und 31.12. 2010
Geöffnet Ostermontag, Pfingstmontag, 26.12. 2010 und 1.1. 2011
Das Kaiser Wilhelm Museum bleibt ab dem 31.12.2009 wegen einer umfangreichen Sanierung für ca. zwei Jahre geschlossen.!!!

