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Französische Seiden

Im 18. Jahrhundert war Frankreich führend in der europäischen Seidenindustrie. Hierzu hatten die vom Finanzminister Ludwigs XIV., Colbert, um 1665 eingeführten strengen "Règlements" beigetragen, die für eine genaue Qualitätskontrolle sorgten.

Wundervolle Muster wie die "bizarren Seiden" und "Spitzenmuster" vom Anfang des Jahrhunderts oder die naturalistischen Entwürfe eines Jean Revel, die rokokohaften Wellenranken und Streublumen der Mitte des Jahrhunderts bis hin zu den strengeren Streifendekors der Zeit Ludwigs XVI. waren für die Mode an den Fürstenhöfen ganz Europas verpflichtend.

Das Deutsche Textilmuseum Krefeld besitzt eine große Anzahl französischer Seidengewebe - circa 700 - vom frühen 18. bis zum späten 19. Jahrhundert, darunter viele Spitzenstücke aus der Blütezeit zwischen 1720 bis 1780.

 

 

Galarobe mit Watteaufalte, Frankreich um 1760 Damast, Italien oder Frankreich, Anfang 18. Jahrhundert