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Krefelder Denkmalpreis
Der Krefelder Denkmalpreis ist zurückzuführen auf eine Anregung des Architekten Gregor Mansfeld in der Sitzung des Denkmalausschusses am 17. Mai 1995, einen ideellen Denkmalpreis zu vergeben. Auslöser war die Restaurierung des Gartens vor Haus Scheven, Wilhelmshofallee 84.
Die Umsetzung der Idee dauerte bis 1998. Seither wird alljährlich der Krefelder Denkmalpreis für herausragende Leistungen im Bereich der Denkmalpflege verliehen.
Die dazu gegründete Jury besteht aus je einem Vertreter des Kunstvereins, des Vereins für Heimatkunde, der Hochschule Krefeld, des Bundes Deutscher Architekten, des Bundes Deutscher Baumeister, der Vereinigung freier Architekten, der Gemeinschaft Krefelder Künstler sowie, mit beratender Stimme, dem Fachbereichsleiter Stadtplanung und einem Mitarbeiter aus dem Bereich des Denkmalschutzes, dem auch die Geschäftsführung obliegt.
Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen einer Feierstunde durch den Oberbürgermeister und ist neben einer Urkunde mit der Überreichung eines Kunstobjektes verbunden. Diese Gaben wurden von Beginn an durch Studierende der Hochschule Niederrhein unter Leitung von Prof. Albrecht und später Prof. Klegin als Unikate gefertigt.
Die bisherigen Preisträger waren:
1998 Klever Straße 8
Eheleute Burkhard und Christine Fischer für die Wiederherstellung eines der ältesten Häuser im Stadtteil Hüls
1999 Ostwall 70 bis 74
Herr Bernhard Stöcker für die vorbildhafte Restaurierung der von Curth-Georg Becker entworfenen Mosaikbänder aus venezianischem Glas an der Hausfassade.
2000 Hülser Straße 212
Herr Franz-Josef Schulte für die behutsame Restaurierung, Umnutzung und Ergänzung des um 1910 errichteten Produktionsgebäudes, eines bedeutsamen Zeugnisses der Krefelder Textilgeschichte.
2001 Uerdinger Straße 325
Herren Alexander Alberty und Lothar Braun, die in jahrelanger Arbeit die Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Villa restauriert haben.
2002 Parkanlage des Heilmannshofes
Herr Berthold Leendertz, der die Parkanlage behutsam nach den historischen Plänen restauriert und weiterentwickelt hat. Darüber hinaus hat er in Rahmen einer Vielzahl von Führungen durch seinen privaten Park bei der Bürgerschaft ein Verständnis für die Gartendenkmalpflege geweckt.
2003 Talring 153
Herr Karl Amendt, der über einen langen Zeitraum vorbildhaft Denkmäler restaurierte. Einer der Höhepunkte dieser Arbeiten ist die denkmalgerechte, im Sinne Mies van der Rohes durchgeführte Herrichtung der in den Jahren 1931 bis 1932 erbauten Villa Heusgen.
2004 Niederstraße 56
Herr Rolf Ramisch für die vorbildliche und sensible Restaurierung des im Jahre 1778 erbauten Anwesens „Haus Neuhofs" in Krefeld-Uerdingen.
2005 Hülser Burg (Herrenweg)
Heimatverein Hüls e.V. und der Hülser Sportverein für die Sanierung der Hülser Burg
Die Mitglieder der beiden Vereine haben in mehr als 13 000 Stunden die Mauern der Burg gesichert und soweit erforderlich wieder aufgemauert. In der Burg wurden zwei Räume geschaffen, die unter anderem für Trauungen genutzt werden.
2006 Tiergartenstraße 57
Herr Ralph Kleinsimlinghaus für die Restaurierung der durch den Seidenhändler Rudolf Goecke im Jahre 1889 errichteten Villa.
2007 wurde kein Projekt gefunden, dass das Niveau der anspruchsvollen Sanierungen der Vorjahre erreichte.
2008 Moylandstraße 23
Eheleute Lisa und Marcus Wrede für ihre detailgetreue Restaurierung des 1949 durch den Architekten Bernhard Pfau im Stil des Neuen Bauens errichteten Wohnhauses Vogelsang.
Durch die Anwendung kreativer technischer Lösungen gelang es ihm, eines der wichtigsten Zeugnisse des neuen Bauens der Nachkriegszeit in Krefeld authentisch für die Zukunft zu sichern.
2009 Steinstraße 76
Schleiff Denkmalentwicklung GmbH & Co. KG, vertreten durch die Herren Georg Wilms, Heinz-Peter Dahmen und Ingo Reifgerste haben die 1899 errichtete Krawattenfabrik Steinstraße 76, die zuletzt als Schirmfabrik genutzt wurde, revitalisiert und in eine barrierefreie Wohnanlage umgebaut.
Diese Umnutzung der Produktionsgeschosse und Büros zu Wohnzwecken ist beispielgebend für kommende Objekte ähnlicher Aufgabenstellung.
2010 Margaretenstraße 19
Die Eheleute Aloysia und Dr. Peter Thomas haben das um 1665 errichtete Fachwerkhaus in Krefeld-Linn, mit dem dazugehörigen, nördlich an einer gemeinsamen Wand angrenzenden Gebäude von 1426, in jahrelanger Arbeit vorbildlich restauriert.
Der Preis wird insbesondere wegen der vorbildlich durchgeführten, denkmalpflegerisch detailliert abgestimmten und ausführlich dokumentierten Instandsetzungsmaßnahmen am Dachstuhl, den Bodendielen im Dachstuhl, der Dacheindeckung und der Fachwerkfassade gegeben. Die Fassade ist eine der wenigen erhaltenen Zierfachwerkfassaden am Niederrhein.
2011 erhielt das Haus Uerdinger Straße 311 den Denkmalpreis
Angebotene Dienstleistungen des Fachbereiches oder Institutes
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- Bodendenkmalpflege
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- Denkmalliste der Stadt Krefeld
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- Gutachten im Bauleitplanverfahren
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- Stadtumbau West in Krefeld
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- Verkehrsanalysedaten
- Veröffentlichungen des Fachbereichs Stadtplanung
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