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US-Doktorandin der Kunstgeschichte recherchiert im Deutschen Textilmuseum - Nachricht vom 07/06/2012

Die Doktorandin Kristin Schroeder von der Universität Michigan (USA) hat in den umfangreichen Sammlungs- und Bibliotheksbeständen Deutschen Textilmuseums Krefeld für ihre Dissertation recherchiert. Sie arbeitet über die Darstellung von Kleidung und Mode in den Portraits der „Neuen Sachlichkeit" und kann anhand der Gewand- und Materialdarstellungen Verbindungen zu den zeitgenössischen Themen der Weimarer Republik aufzeigen. Dabei sind für sie nicht nur die Gewandschnitte, sondern auch die wiedergegebenen Materialien von Bedeutung, die in der Kombination Auskunft geben über das Rollenverständnis insbesondere von Frauen in dem betrachteten Zeitraum. Materialbasis ihrer kunsthistorischen Untersuchungen sind Portraitdarstellungen die die Künstler Christian Schad, Otto Dix und Lotte Laserstein angefertigt haben, Arbeitstitel der Dissertation ist „New Material Mythologies. The Realists of Clothing in ‚Neue Sachlichkeit' Portraits".

Kristin Schroeder wird 2013 zu einem weiteren Forschungsaufenthalt ans Deutsche Textilmuseum kommen. Ihr Ziel ist, sich intensiv in den textilen Sammlungsbestand zu vertiefen, um so einen Eindruck von der tatsächlichen materiellen Beschaffenheit der im Bild wiedergegebenen Textilien zu gewinnen. Das Deutsche Textilmuseum Krefeld gehört zu den international wichtigsten Sammlungen mit historisch kostbaren Textilien und Bekleidung. Die Sammlung umfasst heute über 30 000 Objekte aus allen Teilen der Welt von der Antike bis zur Gegenwart, die allerdings nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind.