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2013-04-29: Ehemalige Volksschule Westwall wird Kindergarten

Kleine Forscher in der Kita am Westwall.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Kleine Forscher in der Kita am Westwall.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Das 1953 errichte Gebäude der ehemaligen Volksschule Westwall 200 wird auch zukünftig von Kindern genutzt. Es wird derzeit zu einer Kindertageseinrichtung mit fünf Gruppen für insgesamt 90 Kinder einschließlich Familienzentrum umgebaut. Unter Federführung des städtischen Fachbereichs Zentrales Gebäudemanagement wird der Altbau am Westwall dazu kernsaniert und energetisch ertüchtigt. Zusätzlich erhält das Gebäude einen zweigeschossigen, winkelförmigen Anbau an der Rückseite, der jetzt im Rohbau fertig gestellt wurde. Rückbauarbeiten im Hauptgebäude und die Schaffung der Durchfahrt für den neuen, von der Straße abgewandten Eingang des Kindergartens sind ebenfalls fertig. Das neue Treppenhaus mit Aufzugsschacht, ein neuer Dachstuhl auf dem Gebäude am Westwall und neue Fenster sind die nächsten Bautätigkeiten in den folgenden zwei Monaten. Dabei werden die Fenster mit leicht gedrehten Erkern vorgebaut, so dass die Kinder sich in die entstehenden Nischen zurückziehen können, um die Bäume zu beobachten.

Von den fünf Gruppen sind drei Gruppen für unter Dreijährige geplant insgesamt wird es 23 U3-Plätze geben (zwei Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren, eine Gruppe für Kinder von vier Monaten bis drei Jahren). Die neue Einrichtung erhält einen Aufzug und kann auch eine oder zwei integrative Gruppen aufnehmen. Für Kinder im Rollstuhl werden ein barrierefreier Sanitärbereich und ein Wickelbereich zur Verfügung gestellt. Ein Therapieraum befindet sich im 2. Obergeschoss.

Das Schulgebäude entsprach nicht den funktionalen Anforderungen an eine moderne Kindertageseinrichtung, was massive Eingriffe in die Bausubstanz notwendig machte. Man konnte beispielsweise nur durch das Gebäude in die Freifläche gelangen und das Erdgeschoss war nicht barrierefrei. Es gab keinen zweiten baulichen Rettungsweg und der Dachraum war bisher keine Hauptnutzfläche.

So soll sie später aussehen, die Kita am Westwall.  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
So soll sie später aussehen, die Kita am Westwall.
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation

Das vorhandene Grundstück mit 1513 Quadratmetern bietet dank der raumsparenden Bebauung eine Freifläche von cirka 1065 Quadratmetern. Die äußere Erschließung erfolgt über die neue Durchfahrt vom Westwall. Im ersten Drittel der Durchfahrt führt eine Rampe barrierefrei zum Eingangsbereich und von dort ins Treppenhaus. Die Kinder werden in Zukunft das Gebäude über vier Etagen nutzen, daher werden der Aufzug und ein neues Treppenhaus mit kindgerechten Stufenhöhen eingebaut. Das Gebäude erhält ferner einen zweiten baulichen Rettungsweg, der von allen Gruppen in den Obergeschossen genutzt wird, um auf möglichst direktem Weg ins Außengelände zu gelangen.

Im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss befinden sich je zwei Gruppen. Die fünfte Gruppe ist im 2. Obergeschoss und hat einen schönen Ausblick in die Platanenkronen am Westwall und den Innenhof. Das Familienzentrum mit rund 100 Quadratmetern Platz und der Personalraum befinden sich im Dachgeschoss. Der Dreh- und Angelpunkt sind die beiden Spielflure im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss, die über einen Luftraum verbunden sind und vielfältig genutzt werden können. Im EG ist ein Eltern-Cafe und im 1. Obergeschoss eine zusätzliche Fläche für ein gruppen-übergreifendes Spielangebot untergebracht. Ein Mehrzweckraum im 3. Obergeschoss kann von der Kita und vom Familienzentrum genutzt werden. Auf derselben Etage sind die Küche und ein Raum für den noch festzulegenden Themenschwerpunkt der Kita angeordnet.

Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant. Zurzeit werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die dreiwöchige Verzögerungen durch den langen Frost wieder aufzuholen. Inklusive Außenanlagen und Einrichtung sind für die Baumaßnahme 3 244 000 Euro eingeplant. Das ausführende Architekturbüro Kempen + Kleinheyer hat in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des städtischen Zentralen Gebäudemanagements und des Fachbereichs Jugendhilfe eine kreative Ausführung erarbeitet. Beispielsweise sorgen farbige Fensterfolien für angenehme Lichteffekte, die ohne große Kosten von Zeit zu Zeit verändert werden können. Das hat sich jetzt auch eine kleine Kindergruppe der benachbarten Kita Lutherische-Kirch-Straße angesehen, und war ganz begeistert.

Ein besonderer Dank der Bauverantwortlichen geht an die Nachbarn, durch deren Zustimmung der neue Anbau erst ermöglicht wurde. Alle Anwohner zeigen sich auch angesichts der Belästigung durch die Baustelle sehr verständnisvoll.