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2010-02-25: Höhensonne für Bienenfresser: Sommertemperaturen im Zoo-Vogelhaus

Scharlachspint  auf Zweig sitzend
Sommerlich warm ist es bei
den Scharlachspinten im Zoo

Das schmuddelig-graue Winterwetter haben alle langsam satt und warten auf ein wenig Sonne und Frühlingsstimmung. Für die Scharlach-Spinte, eine dem Eisvogel verwandte Bienenfresserart im Vogelhaus des Zoo Krefeld, ist seit ein paar Tagen Sommer. Sie haben ihre eigene „Sonnenbank", einen neuen Strahler mit ultraviolettem Licht bekommen. Mit diesem fühlen sich die Tiere fast wie in ihrer Heimat Afrika. Dank neuer Technik herrschen in Strahlernähe Temperaturen bis 70 Grad Celsius. Hier sitzen die Spinte oft in der sogenannten „Broken neck"-Position (Genickbruchposition). Der makabre Name kommt von der entspannten Haltung der Tiere mit seitlich herabhängendem Kopf. So genießen sie die Wärme. Vogelliebhaber kennen diese Haltung auch von Amseln, die im Sommer mit ausgebreiteten Flügeln scheinbar tot in einem Beet liegen und ein Sonnenbad nehmen. Beim Näherkommen wird der Vogel schnell wieder „lebendig" und fliegt davon. Scharlachspinte leben in Afrika in Savannen. Häufig sind sie in Flussnähe anzutreffen. Ihren Nachwuchs ziehen sie in Höhlen groß, die sie selber in Steilufer gegraben haben. Hautnahrung sind Insekten wie eben die Bienen. Diese werden mit einer charakteristischen Schlagbewegung des Schnabels auf einen Ast getötet, ohne dass der Insektenstachel den Spinten gefährlich werden kann.

Aber nicht nur für die Bienenfresser bietet der Zoo ein wenig Wärme. Kälteflüchtende Besucher finden in den Tropenhäusern des Zoos Abwechslung zum tristen Wintergrau. Bis Ende Februar hat der Zoo täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Ab 1. März bleiben die Tore bis 18 Uhr für Besucher offen. Infos gibt's auch unter www.zookrefeld.de.