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2010-01-19: Krefeld - Schön hier: Drei Ideen warten auf Ihre Stimme
Zur Imagekampagne „Krefeld - Schön hier" wurden nahezu 200 Ideen von Krefeldern eingereicht, die aufzeigen sollten, wie ihre Heimatstadt noch schöner werden kann. Davon hatte die Jury 98 Ideen als realisierbar angesehen und auf der Homepage vorgestellt. Viele Bürger hatten sich am Blog beteiligt und die Ideen kommentiert. Die Jury hat jetzt drei Vorschläge ausgewählt, die zur Abstimmung gestellt werden. Der Vorschlag, der die meisten Stimmen erhält, wird noch in diesem Jahr realisiert. Es stehen 60.000 Euro zur Verfügung.

So könnte der Bücherturm
aussehen
Folgende Ideen hat die Jury ausgewählt: Als erstes die Büchertürme, das sind im ganzen Stadtgebiet verteilte Säulen, die in Sichthöhe auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit Glastüren ausgestattet sind und sich öffnen lassen. Im Innern dieses Sichtbereichs befinden sich Regalbretter, auf denen Bücher stehen. Interessierte können sich aus diesem Buchturm Bücher nehmen und mitnehmen. Sie können auch aus ihren eigenen Beständen Bücher dort einstellen und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Die Jury war der Ansicht, dass von dieser Idee, die von Heinke Reuter eingereicht wurde, alle Krefelder profitieren können. Menschen, die Bücher lesen, haben gelesene Bücher zu Hause oft weggelegt. Hier wird eine Gelegenheit geschaffen, die Bücher an andere Interessenten weiterzugeben. Die Jury könnte sich mehrere Büchertürme an öffentlichen Orten in den Stadtbezirken vorstellen.
Die nächste Idee, die gleich zweimal eingereicht wurde, ist ein Mehrgenerationenspielplatz. Sowohl Katrin Kuhn als auch der Verein "Sport für betagte Bürger" möchten, dass mit dem Budget von Krefeld - Schön hier ein solcher Mehrgenerationenspielplatz errichtet wird. Die Geräte, die einfach zu bedienen sind und von untrainierten und trainierten Menschen benutzt werden können, sollen vor allem weniger sportliche und ältere Menschen motivieren sich mehr zu bewegen. Durch sanfte Bewegungen werden Muskulatur gestärkt und motorische Fähigkeiten trainiert. Viele Geräte sind speziell an die Bedürfnisse von Senioren angepasst. Ein solcher Platz könnte in einen bestehenden Kinderspielplatz integriert werden um das Miteinander der jungen und älteren Menschen zu fördern. Die Jury hält diese Idee im Hinblick auf den demographischen Wandel für gelungen und für das steigende Interesse der älteren Generation, sich fit zu halten und etwas für die Gesundheit zu tun. Ein Mehrgenerationenspielplatz führt jüngere und ältere Menschen zusammen und macht den Aufenthalt zu einem gemeinsamen Erlebnis zum Beispiel für Enkel und Großeltern.
Bei der Idee unter dem Motto „Summer Street" soll die Stadt ihren Bürgern zeitlich begrenzt und mit geringen Investitionskosten Straßen ohne Autos schenken. Frei nach dem Motto: „Sonntags gehört die Straße den Menschen", wird damit viel Lebensqualität geschaffen. So führte Christian Kraus seine Idee ein. Die Jury könnte sich vorstellen, dass das Budget aufgeteilt wird, so dass „Summer Street" nicht nur einmalig veranstaltet werden kann. Mit der Sperrung einer Straße für einen Tag ist es dabei nicht getan. Vielmehr sollte ein Veranstaltungsprogramm die autofreie Straße in neuer Form erlebbar machen.

So sieht das Portal zur
Abstimmung im Internet aus
Ab sofort werden die drei Ideen auf der Website www.krefeld-schoen-hier.de zur Abstimmung bereit gestellt. Jeder Bürger ist aufgefordert, seinen Favoriten zu unterstützen und ihm mit seiner Stimme zum Sieg zu verhelfen. Die Wahl erfolgt über ein Onlineformular. Durch ein E-mail-Bestätigungsverfahren werden Mehrfachteilnahmen ausgeschlossen. Eine postalische Teilnahme, die ans Stadtmarketing im Rathaus gerichtet werden sollte, ist ebenfalls möglich. Teilnahmeschluss ist in beiden Fällen der 28. Februar. Die Siegeridee wird Anfang März bekannt gegeben. Bis dahin kann auf der Website der Stand der Abstimmung jederzeit eingesehen werden - jedoch wegen der Wettbewerbsgleichheit nur in anonymisierter Form.
„Die Zahl von über 200 Einsendungen und die Vielfalt der Ideen zeigen, wie intensiv sich die Krefelder mit ihrer Stadt beschäftigt haben. Die Kampagne ist bei den Menschen angekommen und hat zum Mitmachen angeregt" stellt Friedhelm Kutz, Abteilungsleiter Stadtmarketing, fest. „Sowohl bei der Einsendung von Fotos für die ‚Größte Postkarte der Welt' als auch bei der Einsendung der Ideen für ein noch schöneres Krefeld hat sich auf beeindruckende Weise gezeigt, wie Stadtmarketing heute vom Einsatz digitaler Strategien und der aktiven Einbindung der Bürger profitieren kann" ergänzt Sven Vaders, Projektleiter der begleitenden Agentur Neo@Ogilvy.
Unter den Einsendungen gab es eine Vielzahl interessanter und innovativer Ideen. Nachhaltigkeit, Kreativität und Originalität, Einbeziehung von Bürgern bei der Umsetzung und Nutzung der Projekte oder Einhaltung des Kostenrahmens waren nur einige Kriterien, die die Jury bei der Auswahl zu berücksichtigen hatte. Viele weitere Ideen hätten die Chance zur Realisierung verdient gehabt. Die Vorschläge, die nicht in die Endausscheidung gekommen sind, werden als Anregung für zukünftige Projekte an die zuständigen Fachverwaltungen weitergeleitet.
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